Tanz und Spaß am 1.Mai

Den launischen April mit seinen wilden Wettereskapaden haben wir (hoffentlich) hinter uns gelassen und beginnen den neuen Monat, ganz traditionell, mit viel Feuer und Tanz. In Sellin startet ab 17.30Uhr der Mai-Umzug, der am Hauptstrand mit einem großen Lagerfeuer und kulinarischen Verlockungen endet. Auch das bekannte Mai-Baum aufstellen wird bei Live-Musik und Kinderanimation stattfinden. Auch in Göhren und Baabe finden Lampionumzüge, Musik und Maifeuer statt. In diversen Hotels darf dann am Abend in den Mai getanzt werden. Eine Liste aller Veranstaltungen finden sie hier.
Neben all der Tanzerei sollte jedoch auch nochmal ein kurzer Blick in die Geschichte geworfen werden, denn der 1.Mai ist auch der Tag der Arbeit. Seinen Ursprung findet er in den USA. Dort haben haben im 19.Jahrhundert die Fabrikarbeiter gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen und die schlechten Löhne gekämpft. Seinen Höhepunkt fand die Arbeiterbewegung am 1.Mai 1886, als mehr als 340,000 Menschen in den USA auf die Straßen gingen, allein in Chicago waren es 90,000. Es kam zu Ausschreitungen und Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei und viele Menschen mussten für den Arbeitskampf ihr Leben lassen. Auch die Arbeiter in Europa setzten sich für ihre Ziele ein.  Im Jahr 1890 fand der Internationale Arbeiterkongress in Paris statt und man beschloss, dass im selben Jahr am 1.Mai Arbeiter auf der ganzen Welt auf die Straße gehen sollten. Trotz der zu befürchteten Strafen und Entlassungen schlossen sich auch in Deutschland viele mutige Menschen den Demonstrationen an, um endlich die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Und so wurde der 1.Mai der Tag der „Kampftag der Arbeiterschaft“.  Auch heute noch gibt es Straßenfeste, Demonstrationen und Kundgebungen,  gerade in größeren Städten leider oftmals begleitet durch Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Diese Veranstaltungen dienen unglücklicherweise den Krawall-Touristen als Outdoor-Spielplatz, was zu brennenden Mülltonnen, eingeschlagenen Fensterscheiben und umgekippten Autos führt. Besonders Berlin und Hamburg hoffen in diesem Jahr auf einen ruhigen 1.Mai. Im Berliner Stadtteil Kreuzberg finden jährlich die meisten Veranstaltungen statt, allerdings gibt es hier auch die meisten Unruhen. Schon 1987 kam es zu einem der schlimmsten Zusammenstöße in der Geschichte der Arbeiterbewegung, die in einer bis dato nicht gekannten Zerstörungsgewalt mündete.

Zurück zum schönen Teil des 1.Mai: dieser Monat ist der Inbegriff des Frühlings und dem Erblühen der Natur. Da die Birke einer der ersten grünenden Bäume ist, wählt man sie oft als Mai-Baum. Mit bunten Bändern geschmückt wird sie aufgestellt und leiten die Festlichkeiten ein. Das Aufstellen des Baumes geht bis ins antike Rom zurück. Am 1.Mai wurde der Göttin des Wachstums und der Fruchtbarkeit ein Baum gesetzt und es wurde drum herum getanzt. Die Germanen feierten an diesem Tag und mit dem Aufstellen eines Baumes die Hochzeit ihrer Götter Freia und Wotan. Seit dem Mittelalter stellen schwer verliebte Burgen geschmückte Bäume vor das Fenster ihrer Angebeteten und hoffen so, sie mit Mut uns Stärke beeindrucken zu können – denn Baumdiebstahl und unchristliches Verhalten führten zu harten Strafen. Das Mai-Feuer hingegen geht auf die Walpurgisnacht auf dem Blocksberg im Harz zurück und sollen böse Geister vertreiben. Egal ob sie nun um einen Baum tanzen, ein (angemeldetes) Feuerchen machen oder eine Kundgebung besuchen: lassen sie es friedlich angehen. Und falls sie einen Steine werfenden Dummkopf neben sich haben, fragen sie ihn doch einmal nach der Geschichte des 1.Mai…

Mein Zitat ist heute etwas flach, soll aber ein wenig Liebe versprühen 🙂

Ist die Mailuft lau und lieblich,
liegt die Menschheit rum und liebt sich.

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Pfingsten: „KunstOffen“ 2017 auf Rügen

Der Frühling gehört zu den schönsten Jahreszeiten. Die Farben Veilchenblau, Maigrün, Sonnengelb oder zartes Kirschblütenrosa wecken die Lebensgeister und lassen uns das Wintergrau vergessen. Wenn der Raps Anfang Juni in voller Blüte steht, die Luft erfüllt ist von deren schwerem Duft, kann man bis zum Horizont die gelben Rapsfelder sehen. Ein herrlicher Kontrast zum Blau des Himmels. Wer diese Pracht erleben möchte, sollte das verlängerte Pfingstwochenende nutzen und nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.(denn hier gibt es laut Statistik Deutschlandweit und mit großem Abstand die meisten Rapsfelder!)
Aber nicht nur die Natur ist einen Wochenendtrip wert, sondern auch die vielen Veranstaltungen zu Pfingsten. Eine davon ist „KunstOffen„, bei der man die Möglichkeit bekommt, Künstlern in ganz Mecklenburg-Vorpommern in ihren Werkstätten, Galerien und Ateliers über die Schulter zu schauen.  Seit der Premiere 1994 wuchs mit dem Interesse der Besucher auch die Anzahl der sich beteiligenden Künstlern. Inzwischen stellen sich 800 Künstler vor, erklären, erzählen und zeigen den Interessierten ihr Leben. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Kunst aus Metall, Holz, Keramik und vielem mehr. Neben vielen Workshops und Musik-Events, wird fast überall auch etwas für das leibliche Wohl angeboten.
Großartig an dieser Veranstaltung ist zudem, dass es nicht nur an typischen Urlaubsorten stattfindet, sondern auch in Regionen,  die für viele noch relativ unbekannt sein dürften. Auf der Webseite des Veranstalters finden sich diverse Landkarten mit den teilnehmenden Künstlern und so kann man sich seine ganz persönliche Route erstellen und im wahrsten Sinne des Wortes Land und Leute kennenlernen. Praktisch: auf der mobilen Webseite des Veranstalters gibt es eine „around me“-Funktion. So können sie ganz einfach sehen, welche Sehenswürdigkeiten sich gerade in ihrem Umkreis befinden.
Auf Rügen kann man 14 Werkstätten und Ateliers besuchen. Die meisten haben zwar ganzjährig geöffnet, aber einige lassen nur an Pfingsten ihre Türen für Besucher offen. Unter anderem das netzwerk  kunst:handwerk in Sassnitz. Hier zeigen 12-15 Künstler eine Auswahl ihrer Arbeiten aus den Bereichen Keramik, Schmuck, Textil, Malerei, Skulpturen und Installationen. Oder die Holzwerkstatt Zweigwerk  in der Werner Kipp den Besuchern zeigt, dass Holz auch seine erotischen Seiten hat (da kann man durchaus neugierig sein!). Silke Tolk-Ninnemann arbeitet in ihrem Atelier Galerie Café-Friedrich mit alten, aussterbenden Techniken und bei Fischkopp Keramik, Name ist Programm, findet sich eine Vielzahl an maritimer Kunst aus Keramik. Alle teilnehmenden Künstler auf Rügen finden sich in dieser Übersicht .
Wer Lust hat, sein künstlerisches Talent auszuprobieren, kann sich in vielen Werkstätten austoben, was gerade für die Kleinen ein Riesenspaß ist. Und vielleicht kommt hier und da ein schlummerndes Talent zum Vorschein?

„Die Kunst ist die stärkste Form von Individualismus, welche die Welt kennt.“ (Oscar Wilde)

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Foto-Sonderausstellung im Museum Bergen

Die Bilder sind ungewöhnlich. Sie haben etwas melancholisches, düsteres. Manche wirken auf den erste Blick sogar etwas gruselig. Sie sehen aus, als wären sie aus einer anderen Zeit.
Jeannette Schulze-Dreyer, die in Jena geboren und aufgewachsen ist, nutzt für ihre Fotos ganz spezielle Techniken und Fotopapiere, um sie so unwirklich aussehen zu lassen. Mit dem sogenannten Lithprint, eine spezielle Form des Foto-Entwicklers, bekommt man diesen Effekt, bei dem Fotos aus der heutigen Zeit in ein Foto aus dem 19.Jahrhundert verwandelt werden können. Die Bilder werden körnig, wirken leicht unscharf und dunkel. Wer sich als Laie in die Materie einlesen möchte, kann sich diese Website angucken. Dreyers andere Methoden, wie die Handkoloration, bei denen die Bilder wie ein Comic oder ein Gemälde wirken oder die Cyanotopie/Blaudruck, die jedem Foto etwas mystisches verleihen. Um den Sepia-Effekt zu erhalten und die Fotos wie vergilbt und alt benutzt sie sogar Tee. Obwohl sie eine Ausbildung zur Floristin absolviert hat, zieht sich die Malerei und Fotografie durch ihren gesamten Lebenslauf. Von Seidenmalerei bis Linoleum-Drucken und Ölmalerei hat sie schon vieles ausprobiert. Seit 2011 hat sie sich auf die Fotografie spezialisiert und hat seit einigen Jahren Einzelausstellungen mit ihrer Experimentellen Fotografie. Auf ihrer Homepage sind einige ihrer Werke aus den verschiedenen Kategorien zu sehen und machen Lust auf einen Besuch im Museum in Bergen. (Kreativ ist sie übrigens auch im Entwerfen von Designerlampen für die Firma Bevidual)
Wer mal etwas anderes sehen möchte, als Fotos von sonnenbeschienen Strandlandschaften und Katzenbabys, kann noch bis zum 22.04.2017 die Sonderausstellung besuchen.

„Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut.“                          (Henri Cartier-Bresson)

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Festspielfrühling im März

Das Frühjahr wird auf Rügen bereits zum 6. Mal musikalisch eingeleitet. Organisiert von Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und in diesem Jahr unter der künstlerischen Leitung von Nils Mönkemeyer, kann man an den schönsten Orten Rügens an Konzerten und Begleitveranstaltungen teilnehmen. Mönkemeyer ist mit seinen 39 Jahren einer der erfolgreichsten Bratschisten der Welt und brachte als Exklusiv-Künstler bei Sony Classical zahlreiche Alben heraus, die von der Presse und den Kritikern hochgelobt wurden. Dabei spannt er den Bogen zwischen den Anfängen der Bratschenmusik aus dem 18.Jahrhundert bis zur Moderne. Auch Eigenkompositionen sind bei seinen Konzerten zu hören. Neben seiner Tätigkeit als Professor an der Hochschule für Musik und Theater, ist er weltweit bei verschiedenen Musikfestivals zu sehen. Vom 17.03.-26.03.2017 ist er nun auf Rügen zu sehen und bietet mit anderen Musikern den Zuschauern das Beste von Mozart, Beethoven oder Schubert. Auch aus den Bereichen Tango, Chanson und moderner Musik gibt es einiges zu hören. Künstler wie Meret Becker,Veronika Eberle, Matthias Schorn, das Heath Quartet, das Tangoquartett Quadro Nuevo werden auf den unterschiedlichen Bühnen zu sehen sein. An außergewöhnlichen Orten wie dem Jagdschloss Granitz, dem Naturerbe Zentrum Prora/Binz, der Seebrücke Sellin oder der Festscheune des Privaten Natur Resorts Gut Lebbin entsteht durch Musik und die Umgebung eine unglaubliche Atmosphäre. Im Anschluss kann man sich bei der sogenannten „Zugabe“ mit den Künstlern unterhalten und bei einem Glas Wein den Abend ausklingen lassen. Durch den Service des Festspielbusses kann man sich guten Gewissens auch noch ein zweites Glas gönnen. Eine Übersicht der Konzerte und Spielorte finden sie hier.

Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. (Victor Hugo)

Anmerkung:
Das Event lockte 5000 Besucher auf die Insel und war somit erneut ein voller Erfolg. Bereits ab August 2017 sind die Tickets für das nächste Jahr verfügbar. Im März 2018 wird der preisgekrönte Klarinettist Matthias Schorn den 7. Festspielfrühling organisieren.

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Erst feiern, dann fasten…

Die meisten Nordlichter können mit der Karnevalskultur wenig anfangen. Zwar haben die meisten Orte kleine Karnevalsvereine, aber grundsätzlich stehen die oft als kühl beschriebenen Bewohner Norddeutschlands der Schunkle-und Büttenredenmentalität eher skeptisch gegenüber. Am Aschermittwoch werden Cowboykostüm und Federboa eingemottet und die letzten Konfetti-Fitzel aus dem Haar gesammelt, denn dann ist die Karnevalszeit offiziell vorbei. Gleichzeitig mit dem Ende der sogenannten 5.Jahreszeit, beginnt das Fasten, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Im Zuge des wachsenden Gesundheitsbewusstseins, nutzen viele den 01.03. Körper und Seele zu „reinigen“.
Nun könnte man grüne Smoothies auch im heimischen Mixer zubereiten und frische Luft bei einem Spaziergang zwischen Häuserblöcken und bei Großstadtlärm schnappen. Man kann aber, wenn möglich, auch einfach nach Rügen kommen. Hier ist frische Luft garantiert, der Salzgehalt eine Wohltat für die Lungen. Das Grün der vielen Wälder wirkt beruhigend auf Augen und Hirn und die Ruhe ist in der Nebensaison garantiert. Viele Hotels bieten in der Fastenzeit Wellness-und Gesundheitspakte an. Hier werden sie von Profis beim Fasten begleitet, es finden Yoga und täglich geführte Spaziergänge durch den Nationalpark oder am Strand statt. Hinzu werden oft einheimische Naturprodukte verwendet. So kann man bei Bernsteinmassagen oder Heilkreidepackungen, mit einem Sanddorn-Smoothie die Seele baumeln lassen. Die vor 70 Millionen Jahren entstandene Heilkreide wird übrigens auf Rügen abgebaut und verarbeitet. Als Bäder und Packungen unterstützen sie beim Entschlacken, verfeinern das Hautbild, helfen bei Rückenschmerzen  und bringen den Säure-Base-Haushalt im Körper wieder in Einklang. Wer sich also ein paar Tage aus dem Alltag herausnehmen kann, sollte die Möglichkeit nutzen, um in herrlicher Umgebung, bei Ruhe und Entspannung in sich zu gehen und Kraft zu tanken.

Die schönsten Erinnerungen sind stets Erlebnisse, für die man sich Zeit genommen hat. Ich weiß genau, dass ich immer durchs Leben gehetzt bin, zu viel Ungeduld und Rastlosigkeit im Gepäck gehabt, zu viele Chancen verpasst, zu viele wertvolle Menschen im aufgewirbelten Staub übersehen habe.

(Charles Kuralt, amerik. Nachrichtenkorrespondent, 1934 – 1997)

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Nominierung „Schönster Wanderweg Deutschlands 2017“

Die Zeitschrift Wandermagazin vergibt jährlich den Preis für die Schönsten Wanderwege Deutschlands. In diesem Jahr ist der Zicker-Berge-Rundweg auf Rügen in der Kategorie Tagestouren nominiert. Auf der 9km langen Strecke kann man einige Seltenheiten bewundern: über neunzig der in den Zickerschen Bergen vorkommenden Pflanzenarten stehen auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Arten. Neben bekannten Vögeln wie dem Braunkehlchen oder dem Grauammer, kann man auch kaum bekannte Arten wie dem Karmingimpel, Neuntöter oder der Sperbergrasmücke – letztgenannter kam übrigens auch schon als Frage bei Wer wird Millionär vor! Ein Ausblick auf die Boddenlandschaft und die Ostsee macht eine Wanderung ebenfalls empfehlenswert. Rügen ist bekannt für seine zahlreichen Wandermöglichkeiten, so fand hier bereits von dem Sportartikelanbieter Sportcheck ein Wanderfestival statt.
Täglich kann man auf Rügen an geführten Wanderungen teilnehmen, für jede Konstitution ist etwas dabei. Wer langsam beginnen will, kann sich fürs Erste am Baumwipfelpfad in Prora versuchen. Bereits 2012 gewann der Wanderweg Jasmund in der Kategorie Tagestouren den 3.Platz beim Wettbewerb des Wandermagazins. Wer abstimmt, kann tolle Sachpreise gewinnen: hochwertige Rucksäcke, Stiefel, Kleidung und andere nützliche Utensilien erfreuen jedes Wandererherz und erweitern mit Sicherheit das bestehende Equipment. Wenn wieder die Wandersaison ab dem Frühjahr beginnt, werden Rügens Wanderwege gut gefüllt sein, also ziehen sie sich warme Sachen an und genießen die Ruhe und die einzigartige Natur.

„Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann.“

(Søren Kierkegaard, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller, 1813 – 1855)

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Ferienspaß im Ozeaneum

Gestern haben die Ferien in Mecklenburg-Vorpommern begonnen und nicht nur ansässige Familien fragen sich, wie man die Ferienkinder ausreichend bespaßen kann, sondern auch die Ortsunkundige, die ihren Urlaub auf der schönen Insel verbringen. Das Wetter im Februar ist recht unstet. Stundenlange Wanderungen und diverse Outdoor-Aktivitäten bringen den Kindern zu dieser Jahreszeit nur bedingt Freude. Natürlich gibt es auf Rügen zahlreiche Möglichkeiten, die gesamte Familie zu unterhalten und auch das Ferienprogramm der Gemeinden auf Rügen ist gut gefüllt, aber neben Basteln, Malen und Filmen anschauen wäre es doch spannend, einmal ein richtiger Detektiv zu sein einen kniffeligen Fall zu lösen? Das Ozeaneum in Stralsund ist sowieso immer einen Besuch wert, aber für die Ferienkinder gibt es eine besonders spannende Aktion: täglich können Kinder ab dem 8.Lebensjahr auf Spurensuche gehen…
Soviel sei schon mal verraten: ein wertvoller Zahn wurde aus dem Museum gestohlen! Nötig ist lediglich eine Eintrittskarte , Stift und Papier, der an der Kasse ausgegebene Detektivpass, Spezialfolie (um die geheimen Schriften lesen zu können) und Lust, durch Hinweise und Rätsel den Übeltäter zu schnappen. Die Eltern dürfen gern ein bisschen helfen, aber die Hauptakteure sind natürlich die Kinder! Dieser Hinweis muss erfolgen, da es laut der Museumspädagogin des Ozeaneums schon einige Fälle gab, bei denen die Eltern vom Rätselfieber gepackt wurden und die Kinder nur noch tatenlos hinterher trotten konnten!
Wer den Tag auch noch im Museum ausklingen lassen will, kann am 15.02. ab 16.30Uhr im Nachthemd oder Pyjama (muss tatsächlich mitgebracht werden) aufregenden Gute Nacht-Geschichten rund um das Thema Meer und dessen Bewohner lauschen, bevor es danach ins kuschelige Bett geht.  Neben diesen Highlights kann man täglich bei Fütterungen der Haie oder Schildkröten zusehen, eine Arktislandschaft basteln oder sich durch Kinderschminke in einen bunten Fisch verwandeln. Das ganze Programm des Ozeaneums Stralsund bietet Wissenswertes und Spaß für die ganze Familie.
Für Fragen und Voranmeldungen stehen ihnen die sympathischen Mitarbeiter telefonisch unter 03831 2650 690 zur Verfügung. Wenn sie die Tickets online buchen, ersparen sie sich außerdem lange Wartezeiten an den Kassen und können sofort zum Eingang gehen.

Wer also nicht nur im Meer baden und am Strand entlang wandern möchte, sondern auch interaktiv etwas über dessen Bewohner und Geschichte lernen und Schildkröten, Fische und Pflanzen ganz nah erleben möchte, der kann täglich von 9.30-18.00Uhr das Ozeaneum in Stralsund besuchen und einen unvergesslichen Tag mit der Familie verbringen. Denn wie wurde es schon im Klassiker Arielle die Meerjungfrau besungen:

Lass Stress und Hass sein
Leben muss Spaß sein
Unter dem Meer.

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Anschauliche Geschichte im Dokumentationszentrum Prora

Er ist riesig. Er ist grau. Er ist nicht schön anzusehen. Manche sagen gar, er verunstalte einen ganzen Küstenabschnitt zwischen Sassnitz und Binz. Der „Koloss von Rügen“. Was wie nach einem Ungeheuer aus der griechischen Mythologie klingt, ist das alte KdF-Seebad in Prora. Aus der Luft sieht es fast ein bisschen wie eine Schlange aneinander gereihter Domino-Steine aus.  Erbaut in den 30er Jahren von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, liegt der 4,5km lange Gebäudekomplex am Strand von Prora und sollte bis zu 20.000 Urlaubern als Unterkunft dienen. Allerdings konnte das Bauvorhaben nicht bis zum Ende umgesetzt werden – der 2. Weltkrieg begann. Arbeiter sowie Material und Gerätschaften wurden an anderen Stellen benötigt. Die Gebäude, die noch fertig gestellt werden konnten, wurden nach dem Krieg von der Roten Armee und der Nationalen Volksarmee genutzt, die restlichen Teile der Anlage blieben weiterhin leer. Wind und Wetter taten ihr Übriges und ließen die Ruinen weiter verfallen. Was jedoch liegt näher, als an solch einem historischen Ort eine Einrichtung zu schaffen, in der aktuelle Ausstellungen Rugianer und Urlauber über vergangene Zeiten informiert und diesen Platz zu einer ganz besonderen Art von Museum werden lässt. Im Dokumentationszentrum Prora kann man sich zur Geschichte des ehemaligen KdF-Seebades und dessen Rolle in der NS-Zeit oder und der zunehmende Bäderantisemitismus sowie die Arisierung des Kurhauses Binz,  informieren.

„Die Idee dieses Seebades ist vom Führer selbst. Er sagte mir eines Tages, dass man nach seiner Meinung ein Riesenseebad bauen müsse, das Gewaltigste und Größte von allem bisher Dagewesenem.“ Dr. Robert Ley, Führer der Deutschen Arbeitsfront und des NS-Volksunterhalters „Kraft durch Freude“ (KdF).                                              (spiegelonline)

Filme, Fotos und Berichte lassen den Besucher in der Dauerausstellung „MACHTurlaub“ tief in die damalige Zeit, mit ihrer Ideologie und Lebenswelt, eintauchen.
Weiterhin stehen ihnen die Filme „Urlaubsmaschine Prora“ und „Schwerter zu Spaten – Die Bausoldaten in der DDR“ zur Verfügung. Im Lesecafé können sie sich bei Gebäck und Tee weiter in den dort ausgestellten Büchern belesen. Durch Forschungen des Dokumentationszentrum war es möglich, eine weitere Ausstellung anzubieten: „Opposition und Widerstand – Bausoldaten in Prora 1964-1989/90“. Waffendienstverweigerer wurden hier stationiert und machten Prora ab 1982 zum größten Standort für Bausoldaten in der DDR.
Im NVA-Museum in der KulturKunststatt werden auf 1500m² die militärische Nutzung von 1942 bis 1992 gezeigt: „16. Kompanie“, Standortdokumentation 1952-1992, Dokumentarfilme, Fallschirmjäger der NVA in Prora, Offiziershochschule (OHS) „Otto Winzer“. Und sie können sich NVA-Urlauberzimmer im Erholungsheim „Walter Ulbricht“ mit 40 original rekonstruierten Räumen ansehen.
Weitere Sonderausstellungen können sie bis März bzw.April 2017 besuchen, u.a „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ und „Das unbekannte Vernichtungslager Kulmhof am Ner – Geschichte und Erinnerung
Eine Ausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“.
Interessant ist natürlich nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart und die Zukunft. In einem halbstündigen Vortrag mit einer kurzen Dia-Show erfährt man etwas über die derzeitige Situation der Anlage und die aktuellen Pläne für den „Koloss von Rügen“. Heute findet man die weltweit längste Jugendherberge in den geschichtsträchtigen Gebäuden. Ganz entgegen den Wünschen der einstigen Auftraggeber, treffen sich hier nun Menschen aus allen Teilen der Welt und genießen gemeinsam die Zeit am Meer. Weiterhin entstanden im letzten Jahr 120 Luxus-Ferienwohnungen, des Prora Solitäre Hotel, Rügens modernstem Ferienresort.
Täglich können sie das Dokumentationszentrum ab 10Uhr besuchen. Bitte beachten sie die sich je nach Saison ändernden Schließzeiten.

Noch eine Empfehlung zum Schluss: äußerst spannend sind die Führungen durch das riesige Areal, der größten geschlossenen architektonischen Hinterlassenschaft der nationalsozialistischen Zeit.  Man bekommt eine Vorstellung von den Ausmaßen der Anlage und fühlt sich einmal mehr mitten drin in einem Teil der Geschichte Rügens.
Auf der Webseite des Dokumentationszentrums Prora finden sie alle wichtigen Informationen zu Führungen, Ausstellungen und Öffnungszeiten.

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Winterstürme an den Ostseeküsten

Der Januar ist bekannt für seine Stürme. Doch in diesem Jahr bereitet Tief „Axel“ den Ostseeküsten große Sorgen. Trotz zeitiger Sturmwarnungen und Schutzmaßnahmen hat es viele Teile der Küsten schwer getroffen. Das Sturmhochwasser war höher als erwartet, die Pegelstände teilweise 1,83m über Normal. In Rostock wurde u.a. die Hauptverkehrsstraße im Hafen wegen Überflutung gesperrt, in Wismar liefen in ganzen Straßenzügen die Keller voll, in Graal-Müritz wurde die Seebrücke beschädigt, auf Usedom wurden Strandimbisse weggespült und es kam zu Steilufer-Abbrüchen. „Es war die stärkste Sturmflut seit 2006“, sagte Jürgen Holfert vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Auf Rügen überspülte das Sturmhochwasser im Bereich Mönchgut-Granitz eine Straße und schnitt einen Ortsteil von der Hauptgemeinde Gager ab. Das Wasser steht 40cm auf der Zufahrtsstraße. Auch ein Deich wurde auf 100m überspült. In Binz versuchte man stundenlang eine Strandbar vor den Fluten zu retten – vergeblich. Der Besitzer entschied sich, die Bar zu räumen, als das Meer sich durch die aufgeschütteten Sandberge fraß. Einen Strand-Imbiss in Binz und eine mobile Rettungswache in Glow konnte man retten, indem man sie mit einem Traktor in die Dünen zog. Während in Binz zahlreiche Strandkörbe in Meer gerissen wurden, konnten in Glowe alle Strandkörbe gesichert werden. Die Ursache liegt laut Wetterexperten im sogenannten Badewanneneffekt. Das Wasser wird bei Windstärken von 7-8 erst von den Küsten weggedrückt und beim Drehen des Windes wieder zurückgespült. Begünstigt wird dies durch den gerade hohen Füllungsgrad der Ostsee.

Obwohl sich vielerorts die Situation nach Mitternacht etwas entspannt hat, drückt die Ostsee weiterhin an die Dünen, ganze Strandabschnitte sind völlig  überspült. In den sozialen Medien posten Küstenbewohner beängstigende, wenn auch faszinierende Bilder vom immer noch tobenden Sturm und den Ausmaßen des schlimmsten Sturmhochwassers seit 10 Jahren. Allerdings sind diese Werte nichts im Vergleich zum Jahr 1872.

Männer, denen die Wellen bis
unter die Arme schlugen, schleppten ihre Frauen und Kinder aus den Häusern und suchten sie nach höher
gelegenen Stellen des Ortes oder nach der neuen Kirche zu bringen, dann zurückeilend, um Betten,
notwendige Kleidungsstücke, Vieh und dgl. zu holen …

(den kompletten Augenzeugenbericht finden sie hier)

 

Die Ausmaße dieses Sturms, der mit mehr als 120km/h über die Küsten hinweg fegte und die Pegel auf teilweise 3,76m über Normal ansteigen ließ, waren verheerend: auf der Insel Usedom gab es einen Durchbruch mit einer Breite von 2,5km, der Ort Peenemünde wurde gänzlich überschwemmt. In Wieck wurden fast alle Gebäude zerstört, in Stralsund wurden zahlreiche Schiffe zerstört und der Hafenbereicht überspült. Insgesamt musste Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr 32 Tote verzeichnen. Die Schäden und Opferzahlen in Schleswig-Holstein und Dänemark waren noch weitaus höher. Allerdings war dieses Sturmhochwasser auch das erste, das wissenschaftlich untersucht wurde. Der dänische Professor Dr. L.A. Colding und andere Wissenschaftler konnten mit Hilfe von ca.400  zugeschickten Messdaten und Berichten aus dem gesamten Ostseeraum eine genaue Auswertung und Ursachenanalyse erstellen. Die Daten bilden den Maßstab für Aufbau und Unterhaltung des Küsten- und Hochwasserschutzsystems in Mecklenburg-Vorpommern. Bücher wie z.B. „Die Ostsee-Sturmflut 1872“ von Heinz Kiecksee, das genau 100 Jahre später herausgebracht wurde oder der Roman „Sturmflut“ von Friedrich Spielhagen widmen sich der Katastrophe von 1872.
Schon aus den Jahren 1304 und 1703 gibt es Augenzeugenberichte über die Überflutung von Mönchgut und den herabstürzenden Kirchtürmen in Samtens und Gingst.(„Geschichte Rügens von den Anfängen bis zur Gegenwart“, Otto Wender: 1895)

Heutzutage gibt es Frühwarnsysteme, den Generalplan Küsten- und Hochwasserschutz Mecklenburg-Vorpommern, die Feuerwehren und  andere Einsatzkräfte, Schlimmstes kann so meist verhindert werden. Trotzdem steht man den Naturgewalten noch immer machtlos gegenüber. Ehrfürchtig und zugegebenermaßen fasziniert kann man nur zuschauen, wie sich die grauen Wassermassen tosend ihren Weg bahnen, alles mit ins Meer reißen, was nicht ausreichend gesichert ist.

In der Hoffnung, dass niemand zu Schaden gekommen ist, wünschen wir ihnen trotzdem eine wundervolle Zeit auf Rügen!
Und ein Gutes haben die Winterstürme: das Gold der Ostsee wurde durch die Fluten an den Strand gespült und wer sich auf die Suche begibt, wird sicherlich den einen oder anderen Bernstein finden! Viel Glück!!!

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Gänsebraten und Laternen – St.Martinsfest am 11.11.2016

Bevor wir von Kinderscharen mit Laternen und duftenden Gänsebraten berichten, sollten wir uns vorher kurz der Legende vom St.Martin widmen… (nur, falls ein Kind sie danach fragen sollte und damit sie sich nicht lächerlich machen, falls ein Fernsehteam sie auf der Straße nach dem Grund dieses Festes fragt!)

Der römische Kaiser Konstantin I. hatte befohlen, dass alle Söhne von Berufssoldaten in der römischen Armee dienen mussten. So wurde 331 n. Christus auch Martin, Sohn eines römischen Offiziers, im Alter von 15 Jahren ein Soldat. Martin war ein bescheidener und gütiger junger Mann. Obwohl er nicht getauft war, lebte und handelte er wie ein Christ. Es war ein bitterkalter Winter, als er – inzwischen Gardeoffizier und stationiert in Amien (Frankreich) – vor den Toren der Stadt entlang ritt. Etliche Menschen waren bereits erfroren und so dachte Martin nicht lange nach, als er einen frierenden Bettler sah, der um Hilfe flehte: er zog sich seinen warmen Soldatenmantel von den Schultern und schnitt ihn in zwei Hälften. Die eine legte er dem Bettler um, die andere trug er selbst. In der folgenden Nacht erschien ihm im Traum Christus, mit dem halben Mantel bekleidet, den er den Bettler gegeben hatte. Er sagte zu der Heerschar der Engel, die ihn begleitete: „Martinus, der noch nicht getauft ist, hat mich bekeidet.“ Dieser Traum beeindruckte Martin so sehr, dass er sich taufen liess.
Er verließ die Armee, wurde Missionar und wurde bekannt durch sein selbstloses Wirken seine guten Taten. Das Volk wählte ihn zum Bischof von Tours. Da Martin jedoch den Ruhm und die Verantwortung nicht haben wollte, versteckte er sich in einem Gänsestall. Die Gänse schnatterten jedoch so laut, dass er gefunden wurde. Als „Strafe“ werden daher jedes Jahr Gänse verspeist. (allerdings gibt es hierzu verschiedene Theorien. Eine weitere ist, dass zu früheren Zeiten der Saisonabschluss mit allen Arbeitern und Bauern gefeiert wurde und Gänse und Enten als Festmahl auf den Tisch kamen!)
In zahlreichen Restaurants wird heute die typische Martinsgans angeboten. Besonders beliebt ist das Martinsgansessen beim Bauernhof Kliewe in Ummanz auf Rügen. Hier kann man sich das Schnattertier in einem 3-Gänge Menü vom 11.11.-25.11. schmecken lassen. Eine Reservierung ist aufgrund des hohen Andrangs dringend erforderlich: 03 83 05 – 81 30. Wie auch immer: am Ende nahm Martin sein Schicksal und den Willen des Volkes an und wurde ein gütiger, bescheidener Bischof.
In der Bischofsstadt wurde er am 11. November beigesetzt. Dieser Tag wurde schon bald ein hoher Feiertag in der Kirche. Für viele Gläubige beginnt nach dem Martinstag die zweiwöchige Fastenzeit.
Martin ist einer der Ersten, die nicht verehrt werden, weil sie den Märtyrertod gestorben sind, sondern weil er ein vorbildliches Leben aus dem Glauben geführt hat und dabei immer den Nächsten im Blick hatte.

Zu Ehren des Heiligen Martin finden in vielen Regionen Laternenumzüge statt. In einigen Städten Deutschlands gehen sie einher mit Aufführungen der Legende und einem großen Umzug durch die Stadt, angeführt vom St.Martin in seinem berühmten Mantel.
Auf Rügen trifft man sich am 11.11.2016 in Sellin um 17Uhr vor der Selliner Grundschule. Von dort aus geht es mit Gesang und leuchtenden Laternen Richtung Seepark. Auf die Kinder wartet eine Bastelstraße und am großen Lagerfeuer lässt sich die Legende vom Heiligen Martin noch mal so spannend erzählen.
Nach Informationen der Kurverwaltung Binz und der Tourismuszentrale in Bergen ist der Umzug in Sellin die einzige kommunale Veranstaltung in diesem Jahr. Verwunderlich, da in den letzten Jahren in etlichen Gemeinden auf Rügen Veranstaltungen stattgefunden haben. Allerdings organisieren viele Kirchen auch weiterhin die traditionellen Umzüge.
In der Kirche Göhren trifft man sich schon morgen um 17Uhr in der Kirche. Hier singt unter anderem der Kinderchor und die Geschichte wird von einigen Eltern erzählt. Anschließend treffen sich alle zum Umzug, angeführt vom Heiligen Martin auf seinem Pferd, begleitet von Bläsern und Gesängen. Die größeren Kinder dürfen Fackeln tragen, die Kleineren folgen mit ihren Laternen. Am Schluß trifft man sich in einem großen Zirkuszelt bei Kürbissuppe und heißem Kakao. Laut Frau Metz, der Gemeindepädagogin der Gemeinde Göhren, werden ca. 200 Teilnehmer erwartet, die Anzahl wachse von Jahr zu Jahr.

In diesem Sinne:
Martin, Martin, Martin war ein frommer Mann.
Zündet viele Lichter an,
daß er oben sehen kann,
was er unten hat getan.

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