Wanderausstellung: die 52 Gesichter von Rügen

Keine Models, kein Photoshop, kein Drehbuch – echte Personen, echte Geschichten, echte Emotionen.

„Liebst du auch den rauen Wind, der so schon von vorne bläst, magst du die Menschen die hier sind, so ehrlich und echt, so rau wie der Wind. . .“ (Dirk Busch, Musiker)

Im letzten Jahr feierte Deutschland 25 Jahre Wiedervereinigung. Die Tourismuszentrale Rügen hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, um eine andere Seite von Rügen zu zeigen: nicht der Tourismus, die Kreidefelsen, den Naturpark oder das Meer. Sondern die Menschen, die auf Rügen leben und die eine Geschichte zu erzählen haben – wie haben sie Zeit vor und nach der Wende erlebt. Mit einem Querschnitt durch alle Alters-, und Berufsgruppen sind die Fotos und Videos ganz einzigartig und bewegend. Wöchentlich wurde eine Biografie im Onlinemagazin gezeigt. So erzählt der 47 jährige Naturführer seine Geschichte, sowie der letzte Berufsfischer aus Dranske, der Ortschronist von Sellin oder die zugezogene Prenzl´bergerin. Nachdem die multimediale Wanderausstellung im Februar 2016 in Putbus Premiere feierte und ab Mai auch im Naturparkzentrum Rügen gezeigt wurde, wanderte die Ausstellung im September nach Berlin in die Ministergärten. Die 140 geladenen Gäste konnten sich durch die Porträts, Videos und Texte ein Bild von den Insulanern machen, von ihren ganz persönlichen Erlebnissen, Gedanken und Träumen.

Derzeit gibt es noch keinen neuen Ausstellungsort. Wer jedoch Interesse und Möglichkeiten hat, eine einzigartige Seite von Rügen zu präsentieren, kann sich an presse@ruegen.de wenden. Interessierte können in der Tourist-Information Bergen die Geschichten gegen eine Schutzgebühr im Begleitbuch nachlesen.

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Ausflugsgtipp: Sonderausstellung von Rügens Maler Jörg Korkhaus

Am 08.09.2016 eröffnete die Ausstellung des aus Bergen stammenden Malers und Grafikers Jörg Korkhaus. Anlässlich seines 70. Geburtstages zeigt das Stadtmuseum Bergen noch bis zum 16.11.2016 die Sonderausstellung „Arbeiten aus meinem Leben“. (Bitte beachten sie die geänderten Öffnungszeiten ab November) Der Besucher findet einen Querschnitt seiner künstlerischen Techniken und verschiedenste Motive. Der Fokus dieser Ausstellung liegt jedoch auf den Landschaftsbildern des Malers. Seine Heimat war ihm oft die größte Muse. Besonders die Wissower Klinken an den Kreidefelsen, die er mehrmals auf die Leinwand brachte, faszinieren Korkhaus immer wieder aufs Neue. In einem Interview mit dem Deutschlandradio Kultur sagte er:

„Kreide liegt ja fast überall auf Rügen an, aber dort steigt sie eben empor vom Meer aber wenn Sie einmal einen Sonnenaufgang dort erlebt haben das Licht auf der Kreide sehen – dann wissen sie was ich meine! Ganz genau kann man es nicht beschreiben, ich hab mal gesagt, mich erfasst dort ein Gefühl von Ergriffenheit, fast ein religiöses Gefühl, obwohl ich kein religiöser Mensch bin. Aber so tief rührt es mich eben an dann sag ich nur dann muss man es malen, dann muss man sich so ausdrücken, wie man es kann.“

Zum Glück gibt es Künstler wie Korkhaus, die diese einzigartigen Naturschönheiten in Bildern festhalten, denn durch das Abstürzen der Kreidefelsen im Jahr 2005 sind die Wissower Klinken verschwunden. Wer nun übrigens denkt, dass Caspar David Friedrich das selbe Motiv auf Leinwand gebannt hat, irrt laut Korkhaus. Denn die Wissower Klinken existierten zum damaligen Zeitpunkt noch gar nicht.

Sollte das Rügener Wetter sie nicht zum Wandern animieren und sie Lust auf Kunst und Kultur haben, lohnt sich ein Besuch im Stadtmuseum Bergen.

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SportScheck „Wanderfestival“ beim 4. Rügener Wanderherbst!

„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ (Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 – 1832)

In diesem Jahr findet im Zuge des 4. Rügener Wanderherbstes vom 14.-16. Oktober das von der Sportartikel-Firma organisierte Wanderfestival statt. Der Spaß am Wandern und die Geselligkeit in der Wandergruppe stehen bei der 12 bzw. 16 stündigen Wanderung im Vordergrund. Nach erfolgreicher Anmeldung trifft man sich zum gemeinsamen Frühstück und bespricht den Tagesablauf. Frisch gestärkt kann man sich nun ins Wandervergnügen stürzen. Wetterfeste Kleidung sollten sie unbedingt dabei haben, man kann sich nicht immer auf den Goldenen Herbst verlassen. Hartgesottene Wanderer sollte jedoch auch ein bisschen Ostseesturm und Regen nicht abschrecken. SportScheck bietet jedoch auch eine Packliste an, auf der sich vom Blasenpflaster, über eine Stirnlampe bis zu den Funktionssocken wichtige Utensilien für die Wanderung befinden. Es gibt für jede Tour einen jeweiligen Startpunkt, welche auf der Website einsehbar sind. Für diejenigen, die sich keinen Wandermarathon von bis zu 60km zutrauen, gibt es auch kürzere Touren. Die Anmeldegebühr variiert zwischen 15-40€. Zum Tagesausklang verspricht SportScheck ein abwechslungsreiches Abendprogramm. Ein genauer Ablauf steht für Rügen zwar noch nicht fest, allerdings gab es bei den bisherigen Wanderfestivals in anderen Städten am Abend Musik, Filme und Vorträge.

Wem also ein bisschen Spazieren gehen am Ostseestrand zu wenig ist und die Herausforderung sucht, kann sich noch für das Wanderfestival anmelden!

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Weltbestes Bier mit Rügens Kreidewasser gebraut

Acht auf einen Streich: Die Rügener Inselbrauerei in Rambin hat sich mit dem Überseehopfen den WM-Titel und sieben weitere Goldmedaillen in London beim Beer Award geholt. Mitarbeiterin Isabelle Scharff zeigt das weltmeisterliche `Überseehopfen-Bier.

Acht auf einen Streich: Die Rügener Inselbrauerei in Rambin hat sich mit dem Überseehopfen den WM-Titel und sieben weitere Goldmedaillen in London beim Beer Award geholt. Mitarbeiterin Isabelle Scharff zeigt das weltmeisterliche `Überseehopfen-Bier.

In München trinkt man Paulaner, Köln hat sein Kölsch, die Hamburger schwören auf ihr Alsterwasser und auf Rügen trinkt man…das beste Bier der Welt!

Bis dato war Vorpommern eher nicht für seine Bier- und Braukultur bekannt, aber das wird sich wahrscheinlich mit der Vergabe des Londoner World Beer Awards ändern. Denn tatsächlich wurde eine kleine Brauerei in Rambin in acht Kategorien ausgezeichnet, unter anderem für ihren Überseehopfen.

Das fünfköpfige Team um Braumeister Markus Berberich hebt sich nicht nur durch sein handwerkliches Können hervor, sondern auch für dessen Einzigartigkeit. Geschichte, Erfahrung und Qualität schreibt sich die Brauerei auf die Fahne: so wird unter anderem mit kreidehaltigem Rügener Wasser gebraut und es werden nur natürliche und historische Brauzutaten verwendet. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann nicht nur die wundervoll gestaltete Webseite besuchen, sondern vor Ort eine Führung buchen und das weltbeste Bier verkosten. Und während sich die Großen durch die verschiedenen Biersorten wie dem Baltic Tripel (auf dem Flaschendesign finden sich Kraniche!) oder dem Insel Kreide probieren, können die Kleinen sich auf dem Abenteuerspielplatz vergnügen und in der eigenen Bäckerei selbst gebackenen Kuchen naschen.

Die Flaschendesigns und Namen sind nicht nur kreativ und stilvoll gestaltet, sondern auch an die Insel Rügen angelehnt. So gibt es zum Beispiel eine Naturpark-Edition, die Flaschen zieren Kreidefelsen, Leuchttürme und Seeadler. Auch als Geschenk oder Mitbringsel eine tolle Idee. (wer nicht vor Ort ist, kann online bestellen)

Neben Kranich-Touren, Wanderungen in den Baumwipfeln oder Strandspaziergängen an den Kreidefelsen, können sie nur wenige Autominuten von ihrer Ferienwohnung entfernt ein weiteres Highlight der Insel Rügen besuchen!

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Ausflugstipp: Der Zug der Kraniche

Hier noch ein Ausflugstipp für die ganze Familie:

Nur wenige Autominuten von ihrer Ferienwohnung entfernt bietet sich ihnen zu dieser Jahreszeit ein erstaunlicher Anblick:

Bevor die Kraniche ihren Winter in Nordafrika, Frankreich oder der spanischen Extremadura verbringen, sammeln sie sich von September bis Oktober zu tausenden an den flachen Küstengewässern der Vorpommerschen Boddenlandschaft. Zu den Lieblingsplätzen der Kraniche zählt die Rügen-Bock-Region. Zig-tausende finden sich hier in Mitteleuropas größtem Kranichgebiet ein, um sich für den Weiterflug zu stärken. Um die scheuen Tiere nicht zu stören, wird der gesamte Besucherverkehr im Umkreis gesperrt. Besucher dürfen nur die ausgewiesenen Beobachtungsplattformen nutzen, wie z.B. auf der vor Rügen gelegenen kleinen Insel Ummanz.

Um einen Blick auf dieses Naturschauspiel erhaschen können, bietet die Weiße Flotte GmbH in den sogenannten Kranichwochen geführte Schiffstouren an. Begleitet von einem Kranichexperten können sie viel Wissenswertes erfahren, Fragen stellen und mit Hilfe von Ferngläsern diesem imposanten Schauspiel ganz nahe sein. Vom 21. September bis zum 26. Oktober können Interessierte jeden Mittwoch und Freitag um 17Uhr ab Hafen Breege an der Schiffstour teilnehmen. Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung unter der Telefonnummer 038391-12306 erforderlich. Erwachsene zahlen 20,00€, Kinder 11,00€. Für das leibliche Wohl ist an Board gesorgt und so können Sie entspannt bei Sonnenuntergang einen ereignisreichen Tag ausklingen lassen.

Ergreifen Sie die Chance, bei einem Erlebnis dabei zu sein, das nur eimal im Jahr und nur für kurze Zeit stattfindet.

Und wer nach der Tour zum Kranich-Fan geworden ist, kann über den Deutschen Naturschutzbund eine Patenschaft für einen der Zugvögel übernehmen!

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Bruno Bernitz: dem Vergessen entrissen…

Vom 29. August bis 4. Oktober ist eine neue Ausstellung in der Orangerie zu Putbus zu sehen: Bilder von Bruno Bernitz (1915-1987).

Er war Maler mit Leib und Seele, ein Künstler, dessen Arbeit durch die Vielfalt der Techniken und Stile noch heute besticht. Anlässlich des 100. Geburtstages von Bruno Bernitz zeigt sein Sohn Hildur Werke aus dem Nachlass des Künstlers, der 1934 an der Höheren Graphischen Fachschule in Berlin ein Studium belegt hatte, dem Malkurse an der Kunstakademie in Charlottenburg bei Karl Schmidt-Rottluff und Emil Nolde folgten.

Noch während des Krieges kam Hildur-Mathias Bernitz zur Welt. Seinen Vater lernte er erst nach dessen Kriegsgefangenschaft kennen, einen engagierten, kreativen aber gesundheitlich angeschlagenen Mann, der 1953 Mitbegründer des Verbandes Bildender Künstler Deutschland (VBKD) in Berlin, Sektion Malerei, war und der es wohl zum Professor geschafft hätte, wenn er denn der SED, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, beigetreten wäre. . .

Hildur, der selbst künstlerische Ambitionen hatte, empfand die Zeit im Schatten seines Vaters als schwierig. So studierte er zunächst Typographie und Gebrauchsgrafik, bevor er sich erst viele Jahre nach dem Tod seines Vaters vor allem der Landschaftsmalerei widmete. Die Natur auf Rügen sei für Hildur-Mathias Bernitz „gefundenes Fressen, solange sie noch ist, wie sie ist“, wie er sagt. Gab es anfangs Überlegungen, auch eigene Bilder neben denen des Vaters in dieser Ausstellung zu zeigen, so verwarf er diese Idee dann doch.

„Ich bin sehr dankbar, dass die KulturStiftung Rügen ihm Zeit und Raum gibt. So wird sein Werk für ein paar Wochen dem Vergessen entrissen.“ Auch deshalb wird er der Kulturstiftung einige Arbeiten von Bruno Bernitz schenken. Hier weiß er sie in guten Händen. Denn diese Sammlung ist nicht irgendwo für immer verschlossen. Einmal im Jahr gibt es eine Ausstellung in der Galerie des Landkreises Vorpommern-Rügen, in der Arbeiten der verschiedensten Künstler aus dem wertvollen Fundus gezeigt werden.

An einem Bild verharrt Hildur-Matthias Bernitz einen Moment länger. Es zeigt einen Matrosen der Volksmarine, gemalt im Jahre 1965. „Das bin ich“, erzählt der inzwischen 72-Jährige und ein Lächeln huscht über sein Gesicht. Drei Jahre habe er damals bei der Volksmarine gedient, war unter anderem auf Hiddensee und in Dranske stationiert. In Uniform saß er seinem Vater Modell.

Ob Bruno Bernitz je auf Rügen war? Hildur-Mathias Bernitz zuckt mit den Schultern. Von einem Besuch auf Hiddensee wisse er. „Das war wohl 1947 mit dem Künstler Tom Beyer.“ Bruno Bernitz pflegte künstlerischer Freundschaften mit Harald Metzkes, Otto Niemeyer-Holstein, Ronald Paris, Ursula Wendorff-Weidt, Walter Opitz, Arno Mohr und Max Lingner. 1975 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden der DDR in Bronze. Bruno Bernitz liebte es nicht, wenn um seine Kunst oder um seine Person viel Wind gemacht wurde. Vielleicht hatte auch deshalb dieses Gedicht von Caspar David Friedrich für ihn eine besondere Bedeutung:

Der Morgen
Selig, wer vom Schlaf erquickt,
Wer mit frohem Auge blickt
Dankend zu dem Herrn.

Selig, wer mit stillem Sinn
Schaut auf seine Arbeit hin
Und beginnt mit Freuden.

Selig, wer, was er vollbringt,
Wenn es ihm nach Wunsch gelingt,
Dient zum Heil der Menschen. . .

Die Ausstellung „Bruno Bernitz – mit Leib und Seele Maler“ wurde am Sonnabend, dem 29. August 2015, um 17 Uhr eröffnet. Petra Hornung, Kunstwissenschaftlerin aus Berlin, hielt die Laudatio. Bis zum 4. Oktober ist die Ausstellung in der Orangerie zu Putbus zu sehen.
Öffnungszeiten: Di-So von 11 bis 18 Uhr

Quelle:
Holger Vonberg auf www.wirsindinsel.de

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9. Duckstein-Festival steht bevor!

Es ist wieder soweit! Traditionell findet im Spätsommer das Duckstein-Festival im Ostseebad Binz statt. So auch wieder in diesem Jahr.

Vom 29. August bis zum 06. September herrscht dann wieder buntes Treiben auf dem Kurplatz an der Seebrücke sowie in der Hauptstraße im Ortszentrum. Mit den Schwerpunkten Kunst, Kultur und Kulinarisches geht das Festival in Binz nun schon in seine neunte Runde und verzaubert die Gäste. Comedy, Luft-Artistik, Musik und internationales Straßentheater – Interessantes, Ungewöhnliches und Schräges erwartet die Besucher des Festivals in Binz. Ein spektakuläres und abwechslungsreiches Programm haben die Organisatoren auch in diesem Jahr wieder auf die Beine gestellt. Der genaue Ablaufplan kann in der Touristeninformation direkt vor Ort oder auf der Website des Duckstein-Festivals nachgelesen werden.

Wir wünschen allen Interessierten tolle Stunden auf dem diesjährigen Duckstein-Festival in Binz auf der Insel Rügen!

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XIX. Rügener Kabarett-Regatta vom 1. – 24. September 2015

Das Theater Putbus steht im September wieder unter der Flagge der Kabarett-Regatta

Für vier Wochen wehen im Monat September wieder die Flaggen der Kabarett-Regatta vor dem Theater Putbus. Die große Resonanz der Besucher, die diese Veranstaltungen in ihren täglichen Rhythmus oder in die Urlaubsplanung aufnehmen, geben den Organisatoren, dem Förderverein des Theaters Putbus den Ansporn, jährlich aufs Neue und mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren die unterschiedlichen Facetten des Kabaretts auf die Putbuser Bühne zu holen.

Witzig, ironisch, spöttisch, nachdenklich – in jedem Fall höchst unterhaltsam wird auch die diesjährige XIX. Kabarett-Regatta mit insgesamt 17 Veranstaltungen für jeden Geschmack das Richtige bereithalten. Die Gäste werden wiederum gebeten, einen Publikumsliebling zu wählen.

Als erste Regatta-Teilnehmerin wird Anny Hartmann am 1. und 3. September mit ihrem Programm „Ist das Politik, oder kann das weg?“ an den Start gehen. Kenner wissen, dass die Regatta jeweils mit dem gewählten Publikumsliebling des Vorjahres eröffnet wird. Da jedoch die Vorjahressiegerin Simone Solga zu diesem Zeitpunkt durch die Schweiz tourt, eröffnet Anny Hartmann, die Platz 2 errungen hatte, die neue Regatta. Mit scharfem Blick und Pointen, die mal fein- und mal großkalibrig sind, zeigt die Kabarettistin, wie lustig Politik sein kann.

Volker Pispers sagt über Sie:
 „Anny Hartmann hat verstanden, dass man, um Unterhaltung zu machen, nicht nur Humor braucht, sondern vor allem eine Haltung. Außerdem besitzt sie als Diplomvolkswirtin auch noch Hirn. Sie vereint in Ihrer Person also die drei großen H des Kabaretts: Haltung, Humor, Hirn.“

Das neue Programm „Ich glaub‘, es hackt!“von Robert Griess, der am 8. und 9. September den Putbuser Musentempel zum Beben bringen wird, ist derzeit mit das aktuellste, treffendste und komischste Kabarett-Programm, das man jenseits des TVs sehen kann.

Griess‘ Programm zwischen Abgrund und Hochkomik bringt das Publikum auf höchstem Niveau und höchst unterhaltsam zum Lachen.

Triple-A-Kabarett: Aktuell. Aberwitzig. Abgefahren. Nicht die großen politischen Fragen, sondern unser aller heimliches Thema, das Altern, nimmtThomas Reis mit seinem Programm „Endlich 50!“ am 10. und 11. September ins Visier.

50! Schon? Erst? Schon wieder? Egal. Es gilt jetzt die 50 zu halten, zumindest für die nächsten 40 Jahre. Für immer 50! Das kann nur lustig enden, aber das macht nichts, denn Lachen hält frisch und macht zweifelsfrei die hübschesten Falten. Anti-Aging war gestern, willkommen zu Pro-Aging, denn Angriff ist die beste Verteidigung. Abgesehen davon: Sind wir nicht alle zu jung für das Alter?

Einen Abend, der scheinbar harmlos daherkommt, sich aber in seinen bissigen Beobachtungen satirisch zuspitzt, beschert uns das Duo Thomas Quasthoff und Michael Frowin am14. September. Unter dem Titel „Keine Kunst“ nehmen die beiden kein Blatt vor den Mund. Der eine kennt die großen Konzertsäle, der andere die Kleinkunstbühnen. Gemeinsam schauen sie dem Volk aufs Maul, nehmen Kunst und Kultur, Gesellschaft und Zeitgeschehen, Typen und Thesen unter die kabarettistische Lupe. Urkomisch sind beide sowieso. Harmlos bestimmt nicht. Und gesungen wird auch.
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich zugleich um ein einmaliges Sondergastspiel zur Eröffnung der Woche der Historischen Theater Deutschlands.

Eigentlich müssten doch nun schon alle Fragen zum Thema Altern geklärt sein – aber nein. Es gibt immer noch neue Seiten zu entdecken. Also stellen wir uns ganz im Sinne der Regatta erneut auf humoristische Weise dem Alterungsprozess in seiner ganzen Vielfalt. „Altern ist nichts für Feiglinge“ erklärt Monika Blankenberg ihren Gästen am 15. und 16. September in Putbus.

Ein Programm für alte Junge und jung gebliebene Alte, gegen Jugendwahn und Altersstarrsinn, gegen hängende Mundwinkel und für mehr Lachfalten. „Altern“ bedeutet schließlich nichts anderes als „leben“. Vorsicht! Dieses Programm ist ironisch, witzig, hintergründig, politisch, intelligent und authentisch. Es droht erhöhte Lachfaltenbildung.

Und die Kabarett-Regatta bleibt weiter unter Segeln, folgt dabei scheinbar dem Lauf des Lebens. Mit dem Titel „Bestatten? Fröhlich.“ stehen die academixer aus Leipzig am 17. und 18. Septemberauf der Rügenschen Bühne.

Nach drei Regatta-Programmen, die sich zuvor dem Alter zuwandten, kommt nun ein Abend, der sich dem Tod widmet und dabei mitten im Leben landet. Hier geht es ums Sterben und Erben, um den Letzten Willen und das Jüngste Gericht. Schwarzer Humor ist garantiert.

Mitten im Leben steht auch die Berliner Kabarettisten der Distel am 19. September mit dem aktuellen Programm „Klare Ansage: TOTAL VERSTEUERT!“. Sie nehmen ihre Besucher mit auf eine furiose Geisterbahnfahrt durch Skandale und Missstände im Merkel-Land. Finanzbeamte rufen in der DISTEL zur Revolte auf, die Fiskus-Rebellen plaudern aus dem Nähkästchen. Und das Publikum staunt … Das erfordert eine klare Ansage: IHR SEID TOTAL VERSTEUERT!

Welches Thema fehlt noch bei der Kabarett-Regatta 2015? – Klar doch: „Irgendwas mit Sex“.
Martina Brandl wird hierzu mit ihren Beobachtungen und Lebensweisheiten am 21. und 22. September aus dem Vollen schöpfen. Schließlich verkauft sich alles besser mit Sex. Wieso nicht auch Kabarett? Das finden Sie billig? Eines haben Kabarett und Sex jedenfalls gemeinsam: Es macht mehr Spaß, wenn beide mitmachen. Die Gewinnerin des PRIX-PANTHEON-Publikumspreises präsentiert humorvoll und augenzwinkernd Alltagsgeschichten, die unterhalten und erfrischend anders sind. Ihre Texte sind beißend ironisch, ihr Blick auf die Welt und sich selbst ist schonungslos. Kabarett der Extraklasse!

Der Kabarettist Özcan Cosar, ebenfalls Gewinner des PRIX-PANTHEON-Publikumspreises hat eine Passion: Andere zum Lachen bringen. Das wird er zum Abschluss der Kabarett-Regatta am 23. und 24. September mit seinem Programm „Adam & Erdal: Der Unzertrennliche“ unter Beweis stellen und dafür sorgen, dass an diesen beiden Abenden kein Auge trocken bleibt.

Wenn Özcan Cosar die deutschen und türkischen Befindlichkeiten unter die Lupe nimmt, geht’s richtig lustig zu. Da darf
 hemmungslos gelacht werden.

Der Förderverein Theater Putbus e.V. wünscht allen Gästen der Kabarett-Regatta 2015 unterhaltsame und unvergessliche Abende, den Akteuren große Spielfreude vor einem aufgeschlossenen Publikum, das sich hoffentlich sehr zahlreich zu allen Veranstaltungen, diejeweils um 20:00 Uhr beginnen (Die Distel tritt um 16:00 und 20:00 Uhr auf) einfinden wird.

Ein Dankeschön gilt allen Sponsoren, ohne die dieses großartige Programm nicht möglich wäre.

Karten für die Kabarett-Regatta bekommen Sie bei den Inselexperten:

Die Touristinfo mit Ticketshop am Markt in Bergen hat werktags von 10 – 18 Uhr  und Samstags von 10 – 14 Uhr für Sie geöffnet. Telefonisch erreichen Sie die Inselexperten zu folgenden Zeiten unter der Hotline (0 38 38) 80 77 80
– werktags 8 – 18 Uhr
– Samstags 9 – 15 Uhr
– E-Mail: info@ruegen.de

Und noch ein Tipp:
Die Busse des VVR fahren zu den Vorstellungen um 20.00 Uhr im Linienverkehr. Für die Rückfahrt nach den 20.00 Uhr-Vorstellungen gibt es einen kostenlosen TheaterBus über Binz nach Göhren.

Quelle:
www.wisindinsel.de

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Rügens Wälder auf spielerische Art kennenlernen

Ein großer Teil der Fläche Rügens ist mit Wäldern bedeckt. Doch viele kennen nicht mal mehr einheimische Baumarten. Diesem Phänomen gilt es entgegen zu wirken!

Am kommenden Samstag findet daher ab 10 Uhr eine Wanderung in die Wälder nordwestlich des Schmachter Sees statt. Hier liegen die „Fangerien“, ein Waldgebiet, das vor tausenden von Jahren, als die Insel Rügen noch nicht ihre heutige Form hatte, einen Küstenwald darstellte. Zu diesem mystisch anmutenden Ort mit seinen jungen Feuchtwäldern und altehrwürdigen Buchenwäldern sind Sie am „Tag des Baumes“ eingeladen. Freuen Sie sich auf eine geführte Wanderung zu Ehren des Baumes, der Wälder und der Naturgeschichte dieser besonderen Landschaft. Anmelden kann man sich hierfür beim Naturerbe Zentrum RÜGEN unter der Telefonnummer 038393 / 66 22 00.

Wer eher auf eigene Faust und spielerische Weise den Wald erkunden möchte, der sollte den Walderlebnispfad beim Campingplatz „Banzelvitzer Berge“ besuchen. Auch Nicht-Camping-Gäste sind hier herzlich willkommen und dürfen kostenfrei den Erlebnispfad erkunden. Auf einem Rundgang von 18 Stationen lernen Klein und Groß viele Dinge rund um den Wald. So gibt es beispielsweise ein Würfelquiz, einen Streichelzoo und viele Informationen zur Verarbeitung und Verwendung von Holz. Hier lässt sich sehen, riechen, fühlen, hören und – wer will – auch schmecken, was eigentlich Wald bedeutet.

Wir wünschen Waidmannsheil und viel Spaß beim Entdecken unserer Natur!

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Petite Orangerie: Eine Adventsgeschichte im Sommer

Sommer auf Rügen. Sonne auch über Neuendorf bei Lauterbach. Im Garten von Kilian und Hanns Studer wiegen sich Palmwedel im Wind. Weinreben versprechen eine leckere Lese. Wohlige Wärme auch in La Petite Orangerie. Doch wie passt dort in diesen Tagen eine Adventsgeschichte hinein? Sehr gut sogar, denn zur Ausstellungseröffnung las der Rügener Künstler Walter G. Goes in der kleinen Sommergalerie die Erzählung „Jesus auf dem Hüninger-Riff“ aus der Feder des Basler Schriftstellers Hansjörg Schneider – und die zahlreichen Besucher lauschten gebannt dieser Geschichte, die in den 1970er Jahren geschrieben wurde und 1998 als Buch mit Holzschnitten von Hanns Studer erschienen ist. Verleger dieses nur 32 Seiten dünnen aber inhaltlich starken und wertvollen Buches ist die Basler Papiermühle, das Schweizerische Museum für Papier, Schrift und Druck.

Hansjörg Schneider erzählt in diesem Buch von einem scheinbar unglaublichen Ereignis: Mitten im Rhein – direkt im Dreiländer-Eck von Deutschland, Frankreich und der Schweiz – taucht plötzlich eine Insel auf. Doch nicht nur sie sorgt für heftigen Disput, für behördlichen Wirbel auf allen Seiten, für Fassungslosigkeit und Dramatik. Mitten auf der Insel erscheinen wie aus dem Nichts ein Esel und drei seltsam gekleidete und auch merkwürdig (weil nicht gerade heimisch) aussehende Menschen. Es sind, wie die Schweizer sagen, Refugianten, also Flüchtlinge. Dass sie Maria und Josef heißen und ein Kind bei sich haben, wissen wir aus anderen Adventsgeschichten.

Ob der Schriftsteller Hansjörg Schneider seherische Fähigkeiten besitzt? Seine Erzählung klingt erschütternd tagesaktuell, erinnert an die Flüchtlingstragödien im Mittelmeer, an die Insel Lampedusa, das Stranden von Menschen in der Fremde. . .

Neben drei Mehrfarb-Holzdrucken zu dieser Erzählung zeigt der aus der Schweiz stammende Hanns Studer in seiner Petite Orangerie weitere Werke seines jahrzehntelangen und noch immer aktiven Schaffens. Hier eine Glasmalerei mit einem Motiv aus der Bibel, dort Holzdrucke mit Poseidon und einer Nixe, mit Inseln im Meer. Auch abstrakte Arbeiten, in denen Farben und Formen miteinander verschmelzen, sind zu sehen.

Hanns Studer ist jetzt 95 Jahre alt. Ein Schweizer auf Rügen, ein Mann mit Geschichte und Geschichten. Er freut sich auf Ihren Besuch und interessante Begegnungen in seiner Sommergalerie. Die Ausstellung in Neuendorf, Dorfstraße 3, ist bis zum 13. September immer montags, mittwochs, freitags und sonntags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Parkmöglichkeiten gibt es im nahen Hafen Lauterbach.

Quelle:
Holger Vonberg auf www.wirsindinsel.de

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